Aufgetrennte Tage

“Die Maschen fallen von den Nadeln, eine nach der anderen. Noch wissen die Hände, wie man sie wieder auffängt, der Wollfaden gleitet zweimal um den Zeigefinger der Linken wie zehntausende Male zuvor und strafft sich, so fest, dass eine spiralige rote Spur auf der Haut zurückbleibt. Halbpatentmuster, ihr Leben lang kennt sie es, sie mag das leicht Füllige daran und die klaren Linien. Ihr Leben lang strickt sie schon, abends, Westen, Schals, Pullover. Lieber für andere als für sich selbst. Sie bevorzugt feinere, maschingestrickte Gewebe. Handgestricktes trägt auf, sie sieht darin dicker aus, findet sie. Sie streicht über ihre Hüften, die in der Miederhose stecken, und seufzt.”

Das ist ein Auszug aus dem Roman “”  der österreichischen Autorin Gudrun Seidenauer. Ich hab ihn noch nicht gelesen, hab es aber fest vor.  Klingt interessant, diese Geschichte einer alten Frau, die an erkrankt und der das Stricken eine Struktur im Alltag gibt.

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28 Kommentare

  1. bärbel 9. September 2009
  2. marie-marie 9. September 2009
  3. marie-marie 29. August 2009
  4. bärbel 25. August 2009
  5. marie-marie 25. August 2009
  6. bärbel 25. August 2009
  7. marie-marie 24. August 2009
  8. Lukina 23. August 2009
  9. marie-marie 22. August 2009
  10. marie-marie 22. August 2009
  11. eliZZZa 22. August 2009
  12. Lukina 20. August 2009
  13. marie-marie 20. August 2009
  14. Lukina 19. August 2009
  15. marie-marie 19. August 2009
  16. Lukina 18. August 2009
  17. Luyasa
    Luyasa 18. August 2009

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